Neue Wege bei der Nachwuchsgewinnung

KZV Sachsen-Anhalt feiert Eröffnung des Projekts „Zahnforum Halle“

Am 7. Oktober 2020 lud die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KZV LSA) hochrangige Vertreter aus Politik und Wissenschaft zur feierlichen Eröffnung des „Zahnforum Halle“ ein. Mit der Gründung dieser Plattform beschreitet die KZV LSA neue Wege bei der Nachwuchsgewinnung und der Zukunftssicherung der zahnärztlichen Versorgung im Land.

„Dem Schwund zahnärztlicher Praxen in ländlichen und strukturschwachen Regionen wirkungsvoll zu begegnen, ist standespolitisch derzeit die größte Herausforderung", erklärte Dr. Jochen Schmidt, Vorstandsvorsitzender der KZV LSA in seinem Grußwort. Die KZV müsse daher junge Nachwuchskräfte offensiver ansprechen.

Das Zahnforum Halle bietet zukünftig eine vielseitige Plattform für die Studierenden der Zahnmedizin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Räumlichkeiten des Zahnforums liegen campusnah. Die Studierenden finden dort neben frei zugänglichem WLAN und unerschöpflichen Kaffeevorräten eine entspannte Lern- und Arbeitsumgebung, ein reichhaltiges Seminar- und Tutorienangebot sowie direkten Zugang zu zahnmedizinischen Karriereberatungen. Es ist darüber hinaus ein Forum, über das sich Studierende mit niedergelassenen Zahnärztinnen und Zahnärzten auf Augenhöhe vernetzen und Kontakte wie auch berufliche Perspektiven nachhaltig wachsen können. Die Leistungen werden von der KZV kostenlos zur Verfügung gestellt.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff würdigte die neue Initiative der Zahnärzteschaft. In seinem Grußwort zur Eröffnungsfeier betonte er, dass Projekte wie das „Zahnforum Halle“ ein herausragendes Beispiel dafür sind, wie man junge Menschen erreichen und sie für Sachsen-Anhalt, die ansässigen Unternehmen und die Potenziale der ländlichen Regionen begeistern kann.

Nachwuchsgewinnung ist ein zentraler Fokus der KZV LSA. Allein im Jahr 2019 haben in Sachsen-Anhalt 70 Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte ihre Zulassung beendet. Nur bei 37 konnte die Praxis durch Übergabe an eine junge Kollegin oder an einen jungen Kollegen weitergeführt werden. Damit konnten nur knapp mehr als 50 Prozent der abgegebenen Zulassungen ausgeglichen werden.

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